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Was passiert eigentlich NACH dem Coachingprozess? Zum Abschied eine Blume


Heute möchte ich ganz flott und ohne großes Tamtam die Frage beantworten, die mir neulich jemand stellte: Was kommt eigentlich NACH dem Coachingprozess und der Beratung? Was wenn die Klientin/ der Klient und ich an einen Punkt gekommen sind, an dem wir uns wohl fühlen, das Coaching zu beenden?


"Ein guter Coach, eine gute psychologische Beraterin macht sich auf Dauer überflüssig" – so oder so ähnlich habe ich es in meinem Studium zur Beratung einmal gelesen. Ja! Das ist mein Ziel. Es geht für mich immer darum, einen Teil des Weges mit meinen Klientinnen und Klienten mitzugehen und ihnen wertvolles und hilfreiches Werkzeug an die Hand zu geben. Wir gehen einen Teil des Weges gemeinsam, der allein so viel beschwerlicher wäre, ja vielleicht sogar unbegehbar. Einen Teil des Weges, den man so wunderbar gemeinsam gehen kann, weil man dann so viel mehr sehen und erleben kann. Und sind wir dann eine Weile unterwegs, und wir spüren, es läuft – dann kann ich wieder gehen. Aber wie geht es dann weiter? Ich möchte das Ganze mithilfe einer wunderbaren Metapher beschreiben, weil sie sich einfach so sehr anbietet. Eine meiner Klientinnen hatte mir einmal kurz nachdem wir beschlossen haben, das Coaching beenden zu können, ein kleines „Flammendes Käthchen“ geschenkt. Dieses hübsche Zimmer-Pflänzchen ist äußerst gnädig mit Menschen, die nicht ganz so regelmäßig ans Gießen denken. Es ist eine robuste Pflanze, die das ganze Jahr über blüht und zu den sogenannten Dickblattgewächsen gehört. Eine kräftige und hübsche kleine Pflanze also. Ich habe mich so sehr über sie gefreut. Ich habe ihr einen Platz gesucht und ich habe gemerkt, dass ich mich daran gewöhnen muss, dass da eine neue Pflanze ist – am Anfang habe ich sie deswegen doch tatsächlich vergessen zu gießen. Da ist die Blüte ein wenig eingegangen. Also habe ich noch einmal einen anderen Platz gesucht. Einen, an dem sie noch präsenter ist und an dem ich sie nicht übersehen konnte. Jetzt blüht sie wieder. Und ich gieße sie regelmäßig. Vielleicht werde ich sie irgendwann einmal umtopfen müssen, weil sie mehr Platz braucht und kräftig wächst. Ich habe etwas Schönes, das lebendig ist und wächst, wenn ich mich darum kümmere. Was also passiert nach dem Coachingprozess? Die Klientinnen/Klienten nehmen etwas mit – etwas, das ihr Leben verändert, bereichert und verschönert. Etwas, das lebendig ist und Pflege braucht. Etwas, das auch einmal eine kleine Durststrecke übersteht, weil es tiefe und kräftige Wurzeln hat.

Vielleicht sind dir während dem Lesen auch noch weitere Fragen zum Coachingprozess gekommen. Dann freue ich mich sehr, wenn du ein Kommentar hinterlässt und ich in einem weiteren Artikel davon erzählen kann.




Foto: Photo by Patrick Pahlke auf Unsplash

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1 comentario


Invitado
02 dic 2022

Nach dem Coaching...

... schließe ich jeden Arbeitstag mit einer kleinen Achtsamkeitsübung ab, die ich im Werte-Workshop bei Rosa Buchalik erlernt habe. Sie ist so schlicht und einfach, nicht "esoterisch" und für einen "Kümmerer" wie mich eine große Hilfe.

... abonnierte ich das Blog von Rosa Buchalik und dachte mir gerade: "Wie schön! Diese Gedanken kommen gerade im richtigen Moment!" oder anders ausgedrückt: nach dem Coaching gibt es immer noch Berührungspunkte, wenn ich das wünsche.


... ziehe ich die Unterlagen des Workshops ab und zu aus der Schublade und betrachte meine damaligen Gedanken und Standpunkte, bemerke Entwicklungen (Fostschritte und Rückschritte, in Vergessenheit Geratenes, stabil Gebliebenes, ...) und gehe meinen Weg wieder sicherer und ausgerichteter weiter.


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